Umgang mit Tod und Sterben bei Schüler:innen – Manuel Schweichler zu Gast im Deutschlandfunk

An Allerheiligen war unser pädagogischer Leiter Manuel Schweichler zu Gast im Podcast Campus & Karriere des Deutschlandfunks. Gemeinsam mit Moderatorin Bettina Köster und weiteren Expert:innen sprach er über den Umgang mit den Themen Tod, Trauer und Vergänglichkeit bei Kindern und Jugendlichen – insbesondere im schulischen Kontext.

Immer mehr Schulen schaffen heute geschützte Räume, in denen sich Lehrende und Schüler:innen gemeinsam mit Verlust und Abschied auseinandersetzen können. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig für diese Themen zu sensibilisieren – und sie dadurch auch aufs Leben vorzubereiten.

Manuel berichtet, wie TrauBe Köln e.V. Kinder und Jugendliche begleitet, wenn sie einen nahestehenden Menschen verloren haben. Er beschreibt, wie unsere Trauergruppen aufgebaut sind, warum der Austausch unter den Kindern so wertvoll ist und welche Emotionen im Trauerprozess Raum und Ausdruck finden dürfen.

Der Beitrag macht deutlich, wie wichtig es ist, Trauer nicht zu verdrängen, sondern offen darüber zu sprechen – in der Schule, im Elternhaus und in der Gesellschaft.

Zu hören ist der Beitrag „Von Trauerpfützen und Abschiedsbriefen – Wie Schulen mit Tod und Sterben umgehen“ hier: Von Trauerpfützen und Abschiedsbriefen – Wie Schulen mit Tod und Sterben umgehen

Tag der offenen Tür

Am Samstag, den 11. Oktober 2025, öffneten wir im Rahmen der KölnBonner Woche der seelischen Gesundheit unsere Türen – und durften uns über viele interessierte Besucherinnen und Besucher freuen!

Wir sagen herzlichen Dank an alle, die vorbeigekommen sind, um mehr über unsere Arbeit in der Trauerbegleitung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu erfahren. Fester Programmpunkt war die Vorstellung unserer Arbeit, insbesondere das Kennenlernen unserer Räumlichkeiten und natürlich Fragen zu stellen.

Besonderes Interesse galt unserem Notfallkoffer für Schulen, den wir an diesem Tag ausführlich vorgestellt haben. Er zeigt, wie Kinder, Jugendliche und Bezugspersonen in akuten Krisensituationen unterstützt werden können – mit Materialien, Ideen und Impulsen für die erste Begegnung mit Trauer und Verlust.

Der offene Austausch und das Interesse an unserer Arbeit haben uns sehr gefreut und bestärkt. Ein herzliches Dankeschön an alle Besucherinnen, Unterstützerinnen und unser engagiertes Team, das diesen Tag möglich gemacht hat!

Familienwochenende – Neues TrauBe Format

Mit zwölf Familien haben wir ein gemeinsames Wochenende auf Gut Alte Heide verbracht – ein Ort im Herzen des Bergischen Landes, mitten im Grünen, wie geschaffen für stärkende Begegnungen, kreatives Arbeiten und Erlebnisse in der Natur.
Am Freitagnachmittag kamen nach und nach alle an. Nach einem Rundgang durch Haus und Gelände, einer kleinen Kennenlernrunde und einem warmen Abendessen klang der erste Abend ruhig aus – mit einer Traumreise und einem Puppenspiel.
Der Samstag begann mit einem tibetanischen Morgengruß, bevor an den Basteltischen mit buntem Papier und Gläsern voller Ideen gearbeitet wurde. Draußen in der Natur ging es weiter: Begriffe rund um Trauer wurden gesammelt, auf Karten geschrieben und anschließend mit Blättern, Zweigen und Steinen dargestellt. So entstanden berührende Werke, die miteinander betrachtet und besprochen wurden. Auch eine Übung, bei der Farben der Natur zu Farbkarten gesucht werden sollten, brachte intensive Begegnungen und gemeinsames Staunen.
Am Abend machte uns der Regen einen Strich durch die Rechnung: Lagerfeuer und Laternenumzug mussten abgesagt werden. Doch schnell entstand eine schöne Alternative – eine große Sonne in der Mitte, deren Strahlen sich aus Laternen und verschiedenen Materialien zusammensetzten, gestaltet von allen Familien. Ein Bild, das uns über den Samstag hinaus begleitete und am Sonntag weiterwachsen durfte.
Nach einem erneuten Morgengruß brannte dort schließlich doch noch das Lagerfeuer – mit Stockbrot, Marshmallows und Kinderlachen. Zum Abschluss gestalteten alle Familien gemeinsam einen großen Familienbaum, an dem Wünsche für die Zukunft und kleine Freuden Platz fanden, bevor es Zeit wurde, Abschied zu nehmen.
So wurde das Wochenende zu einem Raum für Erinnerung und Austausch, für Kreativität, Stille und Lachen – getragen von Kindern, Eltern und Ehrenamtlichen, von Trauer und von Leben. 🌿✨

Wir danken der Hans Günther Adels-Stiftung herzlich für die finanzielle Förderung des gesamten Pilotprojekts sowie die wertschätzende und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Umgang mit Trauer und Tod in der Grundschule

Ein Gastbeitrag von Anja Schüssler-Klein
Am 16. September hatte ich als Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und Ehrenamtlerin in der TrauBe Kindergruppe 6 die Gelegenheit, an einer besonderen Nachmittagsfortbildung teilzunehmen: „Umgang mit Trauer und Tod in der Grundschule“ mit den Referentinnen Ute Korf und Ulrike Marie Bornheim, beide ebenfalls ehrenamtlich als Trauerbegleiterinnen bei TrauBe aktiv.

Die Teilnehmenden – Lehrkräfte und sozialpädagogisches Fachpersonal – brachten vielfältige Erfahrungen und Fragen mit. In einer offenen Atmosphäre, die vor allem ihren Erfahrungen zu verdanken war, gaben die beiden Referentinnen wertvolle Impulse für den schulischen Umgang mit Tod und Trauer.

Besonders eindrucksvoll war die Empfehlung, in Schulen einen „Trauerkoffer“ für den Ernstfall bereitzuhalten. Kerzen, Tücher, Gefühlskarten und andere Materialien darin können helfen, Kindern und der Schulgemeinschaft in Ausnahmesituationen Halt zu geben. Ebenso deutlich wurde: Kinder brauchen ein stabiles Unterstützungssystem, wenn sie von Verlust betroffen sind – und Schule kann hierbei eine wichtige Rolle übernehmen.
Neben allen Handlungsmöglichkeiten betonten die Referentinnen stets auch die Bedeutung von Selbstfürsorge und klaren Grenzen im Kollegium. Die abschließende Reflexion zeigte: Für alle Beteiligten war es eine bereichernde Fortbildung, die Mut macht und konkrete Werkzeuge für den Schulalltag liefert.

Woche der Erziehungshilfen

Die Freie Wohlfahrtspflege NRW hat im Rahmen der „Woche der Erziehungshilfen“ am 2.09.2025 zum Pressegespräch im Kölner Kinder- und Jugendbüro eingeladen. Am Alter Markt stellten sich verschiedene Kölner Erziehungs- und Familienberatungsstellen in kommunaler und freier Trägerschaft vor.

Wir, als anerkannte Familien-Spezialberatungsstelle, waren auch vor Ort zum Austausch mit Netzwerkpartnern und Verantwortlichen der Stadt Köln. Ziel der Veranstaltung war auch, die Aufmerksamkeit von Politik und Presse auf die Herausforderungen und Finanzierungen der Kölner Erziehungs- und Familienberatungsstellen zu lenken.

Unsere neue stellvertretende Pädagogische Leitung, Tanja Roos, hat diese Gelegenheit zum Anlass genommen, sich bei den Kolleg:innen aus dem Netzwerk vorzustellen und direkt mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Es war ein schönes Kennenlernen und ein guter Austausch.