Verleihung des Ohrenordens an Ex-Festkomitee-Präsident Kuckelkorn

Von links: Manuel Schweichler, Aiga Romanovsky (beide TrauBe), Christoph Kuckelkorn, Andrea Moog (TrauBe), Michael Melles (1. Vorstandsvorsitzender Bürgergesellschaft)

Jedes Jahr verleiht die Bürgergesellschaft Köln von 1863 den „Ohrenorden“ an eine Kölner Persönlichkeit, die sprichwörtlich immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte ihrer Mitmenschen hat. Am 4. Oktober 2026 wurde der 32. Ohrenorden an Christoph Kuckelkorn, Ex- Präsident des Festkomitees Kölner Karneval und Bestattungsunternehmer, im Dorint Hotel Messe verliehen – und TrauBe durfte dabei sein. Denn mit der feierlichen Verleihung des Ordens wird auch immer zu Spenden an eine Organisation aufgerufen, die der Preisträger bestimmen darf.

Es war eine große Ehre für uns bei dieser schönen Veranstaltung dabei zu sein. TrauBe kommen nicht nur die Spenden des Abends zugute, sondern auch der Gewinn aus Ticketverkäufen, den die Bürgergesellschaft mit ihrer Veranstaltung erzielt. Wir sind Christoph Kuckelkorn und der Bürgergesellschaft sehr dankbar, dass sie TrauBe an diesem Abend eine große Bühne geschenkt haben. Wir durften TrauBe vorstellen und konnten auch anhand unseres Imagefilmes einen guten Einblick in die Welt von trauernden Familien und die Arbeit von TrauBe geben. Christoph Kuckelkorn machte in seiner Rede nach dem Film auch darauf aufmerksam, dass es nicht selbstverständlich ist, eine so wichtige Organisation wie TrauBe in Köln zu haben und wie wertvoll unsere Arbeit für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ist. Über diese Wertschätzung und den herzlichen Empfang vom gesamten Vorstand der Bürgergesellschaft sowie der hohen Spendenbereitschaft der Gäste haben wir uns sehr gefreut.

 

Spätsommer-Ausflug zu den Alpakas im Vorgebirge

Ihr unvermittelter Blick aus großen Kulleraugen und ihr flauschiges Fell haben eine geradezu magische Wirkung, und so war der Ausflug des TrauBe-Offenen Treffs vor die Tore von Köln ein ganz besonderes gemeinsames Erlebnis. Mit dabei waren acht junge Erwachsene, die sich sonst zum monatlichen Austausch in den TrauBe-Räumen treffen. Jetzt gings an einem strahlenden Sonntagvormittag raus in die Natur! Ruhig und einfühlsam hat „Alpaka-Flüsterin“ Rebekka Keim Hüttler, der die Herde von sieben Tieren gehört, unsere Gruppe mit den vorwitzigen und doch scheuen Andentieren vertraut gemacht und uns an das achtsame Berühren, Streicheln und Füttern herangeführt. Die Begegnung mit den gutmütigen Tieren auf den Wiesen des Vorgebirges in Bornheim-Merten hat eine entschleunigende und ganz wohltuende Wirkung auf die gesamte Gruppe gehabt. Eine Teilnehmerin schreibt: „Wir alle gehen mit unsichtbaren Wunden durchs Leben. Und manchmal schenkt das Leben genau dann einen Moment, der die Seele ganz leise wieder atmen lässt. Heute waren es der Sonnenschein, die wundervollen Alpakas und die Wärme einer besonderen Gemeinschaft, die mein Herz berührt und meine Seele ein kleines Stück geheilt haben.“ Es war ein wunderbarer Ausflug in entspannter Stimmung, den wir mit Kaffee und Eis im nahegelegenen Café haben ausklingen lassen.

 

TrauBe beim 1. Brühler Kita-Kongress

Am 20. Juli 2026 fand der 1. Kita-Kongress in Brühl statt. Über 20 Workshops und zwei Impulsvorträge standen für die Teilnehmenden zu verschiedenen Themen rund um den Kita-Alltag zur Auswahl. Darunter wurden u.a. neben Werkstattpädagogik und Medienbildung auch herausfordernde Themen wie ADHS, Autismus, Inklusion und Trauerbegleitung angeboten.

Die ehrenamtliche Trauerbegleiterin Anja Hoitz von TrauBe Köln e.V.  lud zum Workshop „Trauerbegleitung: Umgang mit Tod und Trauer in Kitas“ ein. 17 Teilnehmer*innen hatten sich angemeldet, um mehr über die Gefühle und den Umgang mit trauernden Kindern zu erfahren. Die Teilnehmenden waren sehr interessiert am Thema und schilderten auch eigene Erfahrungen über den Umgang mit dem Tod.

Anja Hoitz stellte im Workshop das Verstehen und die Vielfältigkeit von Trauerreaktionen in den Vordergrund – immer mit besonderem Bezug zu Kita-Kindern. Dazu gehörten u.a. die Auslöser von Trauer, die verschiedenen Emotionen, die körperlichen und sozialen Reaktionen von Trauernden und die sogenannte „Pfützentrauer“ bei Kindern. So werden die schnell wechselnden Gefühle bei Kindern bezeichnet. Sie sind in einem Moment sehr traurig und im anderen Moment möchten sie spielen oder etwas zu essen haben. Sie springen in die Trauerpfütze hinein und wieder hinaus. Das verwundert Erwachsene oft, die anders trauern und deren Gefühle länger anhalten.

Unter den Teilnehmenden des TrauBe-Workshops gab es sehr intensive Diskussionen und viele Fragen zu Einzelthemen. Der Workshop ging schnell vorüber und alle hätten gerne noch mehr Zeit zum Austausch gehabt. Anja Hoitz stellte daher allen Teilnehmenden im Anschluss eine Dokumentation der Veranstaltung mit weiteren Tipps zu Ansprechpartnern sowie Literaturempfehlungen zur Verfügung.

Es hat uns sehr gefreut, beim 1. Brühler Kita-Kongress einen Workshop gestalten zu dürfen. Dabei ging es uns vor allem darum, das Verständnis für trauernde Kinder im Kita-Alltag zu stärken und den Teilnehmer*innen konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis mitzugeben.

Sommerfest im Park

Jedes Jahr schenken wir unserem ehrenamtlichen Team kurz vor den Sommerferien ein kleines Sommerfest im Park. Wir treffen uns in lockerer Runde zum Picknick und sorgen für kühle Getränke und Fingerfood.

Diese Tradition ist immer ein schöner Ausklang vor den Sommerferien, welche für die meisten Trauerbergleiter*innen eine längere Pause bedeuten, da in den Ferien keine Kindertrauergruppen stattfinden.

Es war wieder schön, sich nochmal teamübergreifend zu treffen, sich auch mal über private Themen auszutauschen oder einfach zu erzählen, was man im Sommer vorhat. Dieser Sommerabend war perfekt dafür geeignet – Genuss pur!

TrauBe Teamtag 2026 – Ein Tag voller Begegnungen, Ideen & Gemeinschaft

Auch in diesem Jahr durften wir unseren TrauBe-Teamtag wieder im schönen Kreuzgangsaal der Kartäuserkirche verbringen – bei strahlendem Sonnenschein im Garten und mit viel Zeit für das, was uns als Team ausmacht: miteinander ins Gespräch kommen.

Zwischen leckerem Schawarma, Falafel und köstlichem Kuchen wurde diskutiert, gelacht, nachgedacht und vor allem gemeinsam in die Zukunft geblickt. In entspannter Atmosphäre entstanden viele Ideen, wie wir unsere Arbeit bei TrauBe weiterentwickeln und noch besser für Kinder, Jugendliche und Familien da sein können.

Erfahrungen teilen, voneinander lernen, neue Perspektiven entdecken und gemeinsam Lösungen entwickeln – genau das macht unseren Teamtag jedes Jahr so besonders.

Ein wertschätzender Moment war außerdem die Ehrung von zwei Teammitgliedern, die seit zehn Jahren Teil von TrauBe sind. Mit wunderschönen Blumensträußen und großem Applaus haben wir Danke gesagt – für ihr langjähriges Engagement, ihre Verlässlichkeit und ihren wertvollen Einsatz für TrauBe.

Wir gehen mit vielen neuen Impulsen, frischer Motivation und einem gestärkten Gemeinschaftsgefühl aus diesem Tag heraus.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen Tag mit ihren Gedanken, Ideen und ihrer Offenheit bereichert haben. 💚

Denn die besten Ideen entstehen dort, wo Menschen sich begegnen, einander zuhören und gemeinsam weiterdenken.