TrauBe Workshop Bundesfachschaftentagung Universität zu Köln

Anlässlich des Bundesfachschaftentages 2026 stellten die beiden Referentinnen Marie Bornheim und Ute Korf am 15.05.2026 den Verein TrauBe Köln e.V. vor.

In einem zweistündigen Workshop mit Fachschaftler:innen der Sonderpädagogik aus dem gesamten Bundesgebiet erzählten die beiden Trauerbegeleiterinnen von ihren Erfahrungen aus der langjährigen Arbeit mit trauernden Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Sie gingen auf alle Fragen der Teilnehmenden zu Tod und Trauer in der Schule ein. Das Ziel des Workshops war es, die Angst vor diesem Thema zu reduzieren und einen Überblick über die wichtigsten Punkte zu geben, die bei Trauernden in der Schule von Seiten der Lehrkräfte zu beachten sind.

In diesem Rahmen wurde auch der TrauBe-Notfallkoffer mit zahlreichen Unterrichtsmaterialien und Bilderbüchern vorgestellt. Dieser ist eine sehr gute Vorbereitung auf einen zukünftigen Trauerfall und kann dann direkt in der Schule zum Einsatz kommen.

Durch die zehn sehr interessierten Teilnehmenden kamen neben der Wissensvermittlung immer wieder Gespräche über persönliche Erfahrungen zustande. Am Ende waren sich alle einig, sich in ihren jeweiligen Studienorten nach Trauervereinen für Kinder und Jugendliche zu erkundigen. Dass TrauBe Köln mit ihrem Workshop eine Strahlkraft weit über unsere Region hinaus entwickeln konnte, hat Ute Korf und Marie Bornheim besonders gefreut.

TrauBe-Trauerkoffer auf Reisen

Unsere ehrenamtliche Trauerbegleiterin Ute Korf hat die Heinrich-Böll-Gesamtschule besucht, um den TrauBe–Trauerkoffer vorzustellen. Ein junger Lehrer der Gesamtschule kannte TrauBe bereits aus seinem Lehrerseminar. Dort hat er u.a. den Trauerkoffer kennengelernt und sich gewünscht, dass sein Kollegium der Fachschaften Religion und Philosophie auch davon erfahren.

25 Lehrer:innen wollten bei Ute Korfs Besuch sehen, was in einem Trauerkoffer enthalten ist und wie er eingesetzt werden kann. Auch in einer Schulgemeinschaft kann ein Mitschüler/ eine Mitschülerin, ein Elternteil oder eine Person aus dem Kollegium versterben. Um dann angemessen reagieren oder begleiten zu können, unterstützen verschiedene Materialien aus einem Trauerkoffer oder einer Trauerbox. Sie sind dann vorhanden, wenn der Ernstfall eintritt und müssen nicht erst zusammengesucht werden. Was ist alles enthalten in unserem Koffer? Tücher, LED-Kerzen, verschiedene Symbole, Bücher zum Thema Tod und Trauer, Gesprächsimpulse durch Fragekarten und vieles mehr. Man erfährt beispielsweise, wie man durch die Gestaltung der Mitte eines Stuhlkreises eine wohltuende Atmosphäre schaffen kann.

Der gesamte Inhalt des Koffers kann abfotografiert werden, um Anregungen für eigene Anschaffungen zu erhalten, sowohl für die Theorie als auch für die Praxis. Das Repertoire des Koffers richtet sich an Grundschulen und weiterführende Schulen. Die Inhalte sind für Schüler:innen ab 6 Jahre bis zum Abitur geeignet und bei vielen Situationen einsetzbar, um einen leichteren Zugang zu den eigenen Gefühlen zu finden.

In jedem Schulverlauf kommt es im Unterricht irgendwann zu den Themen Sterben, Tod und Trauer. Daher ist unsere Empfehlung, den Koffer idealerweise schon in diesem Rahmen für unterrichtliche Zwecke einzusetzen und den Schüler:innen vorzustellen. Sollte dann ein Trauerfall eintreten, können die Schüler:innen mit dem Inhalt des Koffers beispielsweise eigenständig einen Gedenktisch gestalten.

Nachdem die Fachschaften Religion und Philosophie den Koffer kennengelernt haben wurde einstimmig für den Erwerb eines Koffers und diverser Materialien gestimmt. Das Geld dafür ist vorhanden – eine sehr gute Nachricht!

TrauBe bei Jubiläumsfeier – 200 Jahre Sparkasse KölnBonn

Am 21. April 2026 feierte die Sparkasse KölnBonn im Gürzenich ihr 200-jähriges Jubiläum. Unter dem Motto „200 Jahre Füreinander Hier – Gestern. Heute. Morgen.“ hatte die Sparkasse ein ganz besonderes Konzept für ihre Feier.

Neben dem Festakt im großen Saal mit Bühnenprogramm für 850 geladene Gäste fand im Erdgeschossfoyer und im kleinen Saal ein buntes Treiben ähnlich einem Marktplatz statt. Die Sparkasse hatte ausgewählte Stiftungen und Organisationen eingeladen, die alle über deren Förderverein „Hier mit Herz“ unterstützt werden. Jede Organisation konnte ihr Angebot auf einer individuell gestalteten Litfaßsäule präsentieren. TrauBe durfte mit dabei sein.

Um den Austausch und das Netzwerken aktiv zu fördern, erhielten die Gäste nach dem Festakt Spenden-Coins im Wert von 100 Euro. Diese konnten bei den Organisationen ihrer Wahl als Spende in klassische Sparschweine verteilt werden.

Dieses kommunikative Konzept ging voll auf. TrauBe konnte viele schöne und wertschätzende Gespräche führen und freute sich über jeden einzelnen Spenden-Coin. Durch das Sparschwein auf dem Tisch kamen wir mit Menschen in Kontakt, die uns vielleicht sonst nicht angesprochen hätten. Zudem gab es die Möglichkeit, dank eines QR-Codes direkt für die Projekte von TrauBe auf der Spendenplattform „Hier mit Herz“ zu spenden. Wir danken der Sparkasse KölnBonn von Herzen für ihre großartige Unterstützung von trauernden jungen Menschen in Köln und waren sehr dankbar bei dem schönen Jubiläum dabei sein zu dürfen.

Es war ein rundum schöner, stilvoller und menschlicher Abend, der uns mit einem Lächeln im Gesicht und dem Wissen, wie viele sozial engagierte Menschen es gibt, nach Hause gehen ließ.

Spende vom PhysioTeam Alex & Lena

von li. nach re.: Cornelia Frings (TrauBe), Lena Schlender & Alex Schultes (PhysioTeam)

Seit einigen Jahren sammelt Das PhysioTeam Alex & Lena in der Vorweihnachtszeit Spenden für gemeinnützige Organisationen. Im letzten Jahr gingen die Spenden je zur Hälfte an Zartbitter und TrauBe. Da wir nun schon zum vierten Mal in den Genuss einer Spende kamen, war es höchste Zeit für eine symbolische Scheckübergabe. Die TrauBe Vorständin Cornelia Frings nahm diese Aufgabe sehr gerne wahr und hat den Spendenscheck am 7. März in der Praxis des PhysioTeams in Empfang genommen.

Mit ihrer Spende unterstützen Alex & Lena trauernde Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die einen geliebten Menschen verloren haben und setzen ein starkes Zeichen von Solidarität und gesellschaftlichem Engagement. Gerade in einer Zeit, in der viele Herausforderungen bewältigt werden müssen, ist es nicht selbstverständlich, an andere zu denken. Umso mehr schätzen wir die Initiative von Alex & Lena zur Spendensammlung in ihrer Praxis  – es zeigt, wie viel Verantwortung und Mitgefühl in unserer Gesellschaft im Einzelnen gelebt wird. Wir danken Alex & Lena von Herzen.

Mutig sein öffnet dir neue Türen – Jugendliche besuchen TrauBe

Die Erzbischöfliche Papst-Johannes XXIII.-Gesamtschule aus Pulheim veranstaltet regelmäßig Tage religiöser Orientierung, auch zu den Themen Tod und Auferstehung. Im Rahmen dieser Tage besuchten 30 Jugendliche der 9. Klasse am 2. März 2026 TrauBe Köln e.V.  Sie wollten die Trauerbegleitung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen kennen lernen.

Empfangen wurden die Schüler:innen und zwei Lehrkräfte von den beiden erfahrenen Trauerbegleiterinnen Ute Korf und Marie Bornheim.

Nach einer gemeinsamen Begrüßungsrunde wurde die Gruppe aufgeteilt in je 15 Jugendliche und eine Begleitperson in die Räumlichkeiten TrauBe Kids (Kinder- und Jugendtrauergruppen) und TrauBe Loft (Trauergruppen für junge Erwachsene). Dort wurde die Arbeit von TrauBe konkret vorgestellt und viele Fragen wurden beantwortet. Nach einer Pause wechselten die Gruppen die Räume, sodass alle Räume besichtigt werden konnten.

Besonders war für uns, dass die Lehrkräfte die Jugendlichen in eine Mädchen- und eine Jungengruppe aufgeteilt hatten, jeweils von einer weiblichen und einer männlichen Lehrkraft begleitet. Das ergab eine besondere Gesprächsatmosphäre.

Dabei wurde die Jungengruppe von einem Lehrer begleitet, der selbst vor Jahren von einem Trauerfall betroffen war.  Ein Schüler war mit 8 Jahren in einer Kinder-Trauergruppe und konnte so einiges aus seiner Sicht als Kind erzählen.

Die Jugendlichen hörten sehr konzentriert zu und interessierten sich sowohl für organisatorische Dinge wie Gruppenangebote, Finanzierung als auch wie viele Personen ehrenamtlich für TrauBe arbeiten und ab wann man Trauerbegleiter:in werden kann.

Darüber hinaus wurden auch persönliche Fragen gestellt. Wie sind wir zu TrauBe gekommen? Wie halten wir die traurigen Schicksale aus? Was können wir tun bei einem Suizidverdacht eines Teilnehmenden? Wie gehen wir mit der spirituellen Frage der Jenseitsvorstellungen um?

Hierzu passte der TrauBe-Film „Facetten des Lebens“, ein Gemeinschaftsprojekt von trauernden jungen Erwachsenen. Der Kurzfilm beinhaltet die verschiedenen Aspekte von Trauer: Gefühle, Erinnerungen, wer und was tut mir gut. Er versteht sich auch als Impuls, eigene Geschichten und Gedanken zu formulieren und zeigt, wie vielschichtig Trauer ist.

In der jeweiligen Abschiedsrunde zeigten sich die Jugendlichen und ihre Lehrkräfte sehr beeindruckt von unserer Arbeit und haben sich herzlich mit einer schönen Postkarte bedankt.

Sie äußerten u.a. die Erkenntnisse, dass der Tod doch näher ist als gedacht und, dass Trauernde nicht allein gelassen werden sollten. Ebenso, dass schon eine Frage nach ihrem Befinden und welche Hilfe sie vielleicht gerade brauchen, hilfreich sein kann. Außerdem möchten sie ihren nahestehenden Menschen öfter sagen, dass sie sie liebhaben.

Das von 15 – und 16 – jährigen Jugendlichen zu hören, hat wiederum Ute und Marie tief beeindruckt. Sie freuen sich jedes Mal über den intensiven Austausch mit Jugendlichen.