
Die Erzbischöfliche Papst-Johannes XXIII.-Gesamtschule aus Pulheim veranstaltet regelmäßig Tage religiöser Orientierung, auch zu den Themen Tod und Auferstehung. Im Rahmen dieser Tage besuchten 30 Jugendliche der 9. Klasse am 2. März 2026 TrauBe Köln e.V. Sie wollten die Trauerbegleitung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen kennen lernen.
Empfangen wurden die Schüler:innen und zwei Lehrkräfte von den beiden erfahrenen Trauerbegleiterinnen Ute Korf und Marie Bornheim.
Nach einer gemeinsamen Begrüßungsrunde wurde die Gruppe aufgeteilt in je 15 Jugendliche und eine Begleitperson in die Räumlichkeiten TrauBe Kids (Kinder- und Jugendtrauergruppen) und TrauBe Loft (Trauergruppen für junge Erwachsene). Dort wurde die Arbeit von TrauBe konkret vorgestellt und viele Fragen wurden beantwortet. Nach einer Pause wechselten die Gruppen die Räume, sodass alle Räume besichtigt werden konnten.
Besonders war für uns, dass die Lehrkräfte die Jugendlichen in eine Mädchen- und eine Jungengruppe aufgeteilt hatten, jeweils von einer weiblichen und einer männlichen Lehrkraft begleitet. Das ergab eine besondere Gesprächsatmosphäre.
Dabei wurde die Jungengruppe von einem Lehrer begleitet, der selbst vor Jahren von einem Trauerfall betroffen war. Ein Schüler war mit 8 Jahren in einer Kinder-Trauergruppe und konnte so einiges aus seiner Sicht als Kind erzählen.
Die Jugendlichen hörten sehr konzentriert zu und interessierten sich sowohl für organisatorische Dinge wie Gruppenangebote, Finanzierung als auch wie viele Personen ehrenamtlich für TrauBe arbeiten und ab wann man Trauerbegleiter:in werden kann.
Darüber hinaus wurden auch persönliche Fragen gestellt. Wie sind wir zu TrauBe gekommen? Wie halten wir die traurigen Schicksale aus? Was können wir tun bei einem Suizidverdacht eines Teilnehmenden? Wie gehen wir mit der spirituellen Frage der Jenseitsvorstellungen um?
Hierzu passte der TrauBe-Film „Facetten des Lebens“, ein Gemeinschaftsprojekt von trauernden jungen Erwachsenen. Der Kurzfilm beinhaltet die verschiedenen Aspekte von Trauer: Gefühle, Erinnerungen, wer und was tut mir gut. Er versteht sich auch als Impuls, eigene Geschichten und Gedanken zu formulieren und zeigt, wie vielschichtig Trauer ist.
In der jeweiligen Abschiedsrunde zeigten sich die Jugendlichen und ihre Lehrkräfte sehr beeindruckt von unserer Arbeit und haben sich herzlich mit einer schönen Postkarte bedankt.
Sie äußerten u.a. die Erkenntnisse, dass der Tod doch näher ist als gedacht und, dass Trauernde nicht allein gelassen werden sollten. Ebenso, dass schon eine Frage nach ihrem Befinden und welche Hilfe sie vielleicht gerade brauchen, hilfreich sein kann. Außerdem möchten sie ihren nahestehenden Menschen öfter sagen, dass sie sie liebhaben.
Das von 15 – und 16 – jährigen Jugendlichen zu hören, hat wiederum Ute und Marie tief beeindruckt. Sie freuen sich jedes Mal über den intensiven Austausch mit Jugendlichen.






